Aller Anfang ist schwer…

Das OSGi in letzter Zeit immer mehr in das Geschäftsumfeld vorgedrungen ist, ist sicherlich bereits vielen aufgefallen. Ursprünglich jedoch wurde es für den embedded Bereich konzipiert. Auf Grund beschränkter Ressourcen ist der Einsatz einer modular aufgebauten Software prädestiniert für eingebettete Systeme. Ausgehend von der embedded-Idee, wird im Zuge einer Masterarbeit OSGi nun auf seine Echtzeitfähigkeit hin untersucht.

Um überhaupt eine Echtzeitanwendung mit Java erstellen zu können, reicht es nicht aus auf eine Standard-JVM zurückzugreifen. Bereits im November 2001 wurde daher ein erster Standard(JSR-001) im Zuge eines Java Community Prozesses entwickelt und im JSR-282 noch einmal überarbeitet.

Betrachtet man den modularen Gedanken von OSGi steht er im ersten Moment konträr zu einer komplett durchgeplanten Echtzeitanwendung. In wieweit ist es möglich asynchrone und ‘unwichtige’ Nichtechtzeittask (Interaktionen des Nutzers, Darstellung von Messwerten…) von Echtzeittask zu trennen. Ist es überhaupt möglich harte Echtzeit zu garantieren, wenn ja, was ist notwendig, wenn nein, warum nicht. Oder von der OSGi-Seite betrachtet, können die Standardservices in einem Echtzeitumfeld bedenkenlos genutzt werden.

All diese Fragen, und sicherlich noch viele mehr, sollen in den kommenden Wochen geklärt werden. Über Ansätze, Probleme und Erkenntnisse wird an aktueller Stelle weiter berichtet. Teil 2 folgt bereits kommende Woche mit der Thematik: Eingesetzte Plattform und weitere Planungen

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